Im Operationssaal kommt es auf Präzision, Erfahrung und vor allem auf Teamarbeit an. Damit Patientinnen und Patienten optimal versorgt werden können, müssen zahlreiche Arbeitsschritte ineinandergreifen. Wie gut das im DRK-Krankenhaus Clementinenhaus funktioniert, zeigt eine aktuelle Analyse der OP-Abläufe. Im Mittelpunkt standen dabei die Schulteroperationen von Dr. Jens Agneskirchner und die Arbeit des gesamten OP-Teams. Die positiven Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig eingespielte Prozesse für eine hochwertige und patientenorientierte Versorgung sind.

An zwei Tagen wurden die Abläufe in zwei Operationssälen des Clementinenhauses durch das Unternehmen Enovis detailliert untersucht. Insgesamt wurden 17 operative Eingriffe begleitet, darunter insbesondere Schulteroperationen mit dem Einsatz künstlicher Gelenke.
Ziel der Untersuchung war es, die einzelnen Prozesse im Operationssaal sichtbar und messbar zu machen. Denn hinter jeder Operation stehen zahlreiche aufeinander abgestimmte Tätigkeiten, die für Patientinnen und Patienten meist gar nicht sichtbar sind.
Dabei wurde nicht nur die eigentliche Operationsdauer erfasst. Vielmehr betrachtete die Analyse den gesamten Ablauf: von der Vorbereitung der benötigten Instrumente und der Patientinnen und Patienten über den chirurgischen Eingriff bis hin zur Reinigung und Vorbereitung des Operationssaals für die nächste Operation.
Eingespielte Abläufe sorgen für kurze Wartezeiten
Die Ergebnisse der Untersuchung fallen positiv aus und zeigen, wie gut die verschiedenen Arbeitsschritte im Clementinenhaus aufeinander abgestimmt sind.
Ein besonderes Augenmerk lag auf den Zeiten zwischen den einzelnen Schritten der OP-Vorbereitung. So wurde beispielsweise gemessen, wie lange Patientinnen und Patienten vor der Desinfektion, dem sterilen Abdecken oder dem ersten Hautschnitt warten.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Vor der Hautdesinfektion betrugen die Wartezeiten bei den dokumentierten Eingriffen lediglich 0 bis 3 Minuten. Auch vor dem sterilen Abdecken lagen sie bei maximal 2 Minuten. Zwischen dem sterilen Abdecken und dem ersten Hautschnitt wurden ebenfalls häufig nur wenige Minuten dokumentiert.
Auch die gesamte OP-Zeit wurde untersucht. Bei den erfassten Schulterprothesen-Eingriffen lag diese zwischen 72 und 93 Minuten. Dabei umfasst die gemessene Zeit nicht nur den eigentlichen chirurgischen Eingriff, sondern auch die sterile Vorbereitung und die abschließenden Arbeitsschritte bis zum Verlassen des Operationssaals.
Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das: Sie profitieren von einer gut organisierten OP-Vorbereitung, bei der unnötige Wartezeiten möglichst vermieden werden. Die einzelnen Schritte sind aufeinander abgestimmt, sodass die Behandlung ohne vermeidbare Verzögerungen erfolgen kann.
Dabei steht nicht die Geschwindigkeit der Operation im Vordergrund, sondern ein strukturierter und sicherer Ablauf, bei dem die medizinischen und pflegerischen Anforderungen jederzeit oberste Priorität haben.
Ein eingespieltes Team als Grundlage für eine hochwertige Versorgung
Die positiven Ergebnisse sind vor allem Ausdruck einer guten Zusammenarbeit. Denn eine Operation ist immer eine Gemeinschaftsleistung, bei der zahlreiche Berufsgruppen Hand in Hand arbeiten.
Während Dr. Jens Agneskirchner gemeinsam mit dem OP-Team den chirurgischen Eingriff durchführt, laufen zahlreiche weitere Prozesse ab. Die Anästhesie übernimmt die Narkose und deren Überwachung, die OP-Pflege stellt die benötigten Instrumente bereit und unterstützt während des gesamten Eingriffs. Gleichzeitig werden weitere Arbeitsschritte vorbereitet und aufeinander abgestimmt.

Damit all das funktioniert, braucht es neben medizinischer und pflegerischer Fachkompetenz auch Erfahrung, klare Absprachen und gegenseitiges Vertrauen.
Genau diese Zusammenarbeit stand im Fokus der Untersuchung. Analysiert wurde beispielsweise, welche Tätigkeiten parallel stattfinden und wie die einzelnen Schritte zeitlich aufeinander abgestimmt sind.
Die Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig eingespielte Teams für einen reibungslosen OP-Betrieb sind. Davon profitieren insbesondere unsere Patientinnen und Patienten: Sie werden von einem erfahrenen Team versorgt, das eng zusammenarbeitet und bei dem jeder Handgriff auf den nächsten abgestimmt ist.
Gute Organisation – auch zwischen den Operationen
Neben den eigentlichen Eingriffen wurden auch die sogenannten OP-Wechselzeiten detailliert betrachtet. Sie umfassen die Zeit zwischen zwei Operationen, in der unter anderem der Operationssaal gereinigt und für den nächsten Eingriff vorbereitet wird.
Auch hier kommt es auf eine gute Organisation an. Während ein Eingriff abgeschlossen wird, müssen bereits die Voraussetzungen für die nächste Operation geschaffen werden. Verschiedene Berufsgruppen übernehmen dabei unterschiedliche Aufgaben, die zeitlich ineinandergreifen müssen.
Die Untersuchung zeigt, wie unterschiedlich diese Phasen ausfallen können. So wurden beispielsweise Reinigungszeiten von wenigen Minuten dokumentiert. Auch die anschließende Vorbereitung des Saals für den nächsten Eingriff wurde zeitlich genau erfasst.
Gut abgestimmte Wechselprozesse tragen dazu bei, dass der OP-Betrieb möglichst reibungslos funktioniert und die vorhandenen Kapazitäten sinnvoll genutzt werden können.
Für Patientinnen und Patienten ist das ebenfalls von Bedeutung: Eine verlässliche OP-Organisation unterstützt planbare Behandlungsabläufe und hilft dabei, organisatorisch bedingte Verzögerungen möglichst gering zu halten.

Qualität ist immer eine Gemeinschaftsleistung
Die Analyse bestätigt die Bedeutung einer eingespielten Zusammenarbeit im OP des Clementinenhauses. Hinter jedem Eingriff stehen zahlreiche Mitarbeitende, die mit ihrer Erfahrung, ihrer Aufmerksamkeit und ihrem Engagement dazu beitragen, dass Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgt werden.
Die positiven Ergebnisse sind deshalb auch eine Anerkennung für die tägliche Arbeit des gesamten OP-Teams.
Gleichzeitig bietet die Untersuchung eine wertvolle Grundlage, um die bestehenden Abläufe auch in Zukunft weiterzuentwickeln. Denn eine hohe Versorgungsqualität bedeutet nicht nur, medizinisch auf dem neuesten Stand zu bleiben, sondern auch die organisatorischen Prozesse regelmäßig zu überprüfen.
Unser Anspruch im Clementinenhaus ist es, medizinische Expertise mit einer gut organisierten, sicheren und patientenorientierten Versorgung zu verbinden. Die positiven Ergebnisse der OP-Analyse zeigen, wie wichtig das Zusammenspiel aller Beteiligten ist – und dass unsere Patientinnen und Patienten von dieser Teamarbeit profitieren.